Deutsches FASD KOMPETENZZENTRUM Bayern

Durch Alkoholexposition im Mutterleib tritt bei geschätzten 1% aller Kinder eine Fetale Alkoholspektrumstörung (FASD) in unterschiedlicher Ausprägung auf. Dabei können eine Vielzahl von körperlichen und psychischen Störungen das Krankheitsbild prägen. Bei Kindern und Jugendlichen treten häufig Folgeerkrankungen wie Schulversagen, Delinquenz, Depression, Angststörung und Suizidalität auf. Ziel dieses Projektes, welches u.a. von den Gesundheitsministerien vom Land Bayern und vom Bund gefördert wird, ist die Verbesserung der Versorgung von Kindern und Jugendlichen mit FASD und damit die Prävention von Sekundärerkrankungen und die Steigerung der Lebensqualität betroffener Familien. Die Robert-Vogel-Stiftung fokussiert mit ihrer Unterstützung in einem nächsten Schritt vor allem auf die Prävention von und bei FASD.

Haupt-Ziel des Projektes Deutsches FASD KOMPETENZZENTRUM Bayern ist die Verbesserung der Versorgung von Kindern und Jugendlichen mit FASD (in Ergänzung zur Diagnostik im iSPZ Hauner).

Im Rahmen des Projektes Deutsches FASD KOMPETENZZENTRUM Bayern wird die erste interdisziplinäre, multiprofessionelle, wissenschaftlich begleitete Anlaufstelle (mit Kinderneurologie, Psychologie und Pädagogik) sowohl für Familien mit Kindern und Jugendlichen mit FASD als auch für Fachkräfte, die Kinder oder Jugendliche mit FASD betreuen, etabliert – in München für Bayern, als Pilotprojekt für Deutschland.

Ziele des Projektes sind weiterhin die Bestimmung von nicht erfüllten Bedarfen im Bereich FASD aus Sicht sowohl der betroffenen Familien als auch der FASD-Experten, die wissenschaftliche Evaluation von Interventionsmaßnahmen, die Bestimmung notwendiger Netzwerkstrukturen sowie die Entwicklung von transferierbaren Versorgungspfaden.

Die Robert-Vogel-Stiftung setzt in ihrer Unterstützung des Projektes einen Fokus auf die Prävention in Form von Aufklärung und Schulung von FASD relevanten Berufsgruppen sowie Beratung (werdender) Eltern mit riskantem Alkoholkonsum.

Durch die Aufklärung von Fachkräften und die präventive Arbeit sollen Risikofamilien frühzeitig aufgefangen werden. Durch die Verbesserung der Versorgung von Kindern und Jugendlichen mit FASD und ihren Familien sollen die einleitend genannten Folgeerkrankungen bei den an FASD erkrankten Menschen verringert sowie deren Alltagsfunktionalität und Lebensqualität gesteigert werden.

Verhinderung von Stigmatisierung, wertungsfreier Wissenstransfer und niederschwellige Unterstützung sind zentrale Intentionen des Projektes.


Mehr Informationen

FASD Kompetenzzentrum Infokarte Download Pdf

Weiterführende Links:
Deutsches-FASD-KOMPETENZZENTRUM-Bayern.med.lmu.de
ispz-hauner.de